Raclette-Subventionierung im Hochsommer

Es gibt ja bekanntlich die Expo 2015 in Mailand, wo die Schweiz aufgrund von Werbegründen einen Stand haben muss. Dass da auch urschweizerische Produkte beworben werden, wie z.B. Raclette, ist klar. Nur, wenn es draussen 35 Grad warm ist, klappt das nicht ganz:

Gerade einmal rund 12'500 Raclette-Portionen seien bislang verkauft worden, sagt Nicolas Crettenand, Expo-Projektleiter von Valais/Wallis Promotion, zu Blick.ch. Das sind nicht mehr als rund 120 Portionen pro Tag.

Man hatte mal 130000 Portionen 'geplant', wie weiland damals in Kommunismus. Nur, der Konsument hielt sich nicht ganz an den Plan. Und jetzt haben die 'Elite-Racleure' hingeschmissen, weil es sie sprichwörtlich ankäst:

Die Folge: drei der vier sorgfältig ausgewählten Raclette-Streicher warfen Anfang Monat das Handtuch - und das, nachdem die vierte «Racleuse» bereits Anfang Juni wegen eines anderen Jobs gekündigt hatte.

Jetzt stellt man sich die Frage - wieviel Geld hat die ganze Aktion samt 'Casting' für das Streichen von geschmolzenem Käste von einem Halbrund gekostet, plus die Kosten für den Stand und den ganzen Expo-Pavillon, inanziert vom Steuerzahler direkt und indirekt via Agrarsubventionen? Nein, die Aktion hätte man gleich abblasen können und für das gleiche Geld einige Standaktionen durch den Winter hindurch in Mailand und Rom durchführen können und hätte mehr Laufkundschaft erreicht.