Die SNB wirft schlechtem Geld Gutes hinterher

Unsere Nationalbank hat die Idee, den Schweizer Franken möglichst zu schwächen, teuer bezahlt:

Die UBS rechnet in einer aktuellen Studie mit einem Verlust der SNB von 20 Milliarden Franken im zweiten Quartal 2015. Die Nationalbank gibt die Zahlen erst Ende Monat bekannt. Bereits im ersten Quartal hat die Nationalbank 30 Milliarden Franken rückwärts gemacht.

Und nichtsdestotrotz interveniert die SNB weiter, dieses Mal mit einer impliziten Kursuntergrenze gegen einen Währungskorb, der aus US-Dollars und 80% Euros besteht, sprich, der Unterschied zwischen der Phase vor dem 15. Januar und der Phase danach ist insofern nur vorhanden, als dass ein tieferer Mindestkurs eingeführt wurde. Diese riesigen Währungsreserven werden im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld, mit der Schuldenkrise und der Erkenntnis, dass die Schuldenkrise noch längstens nicht gelöst ist, insbesondere in Griechenland, aber früher oder später auch in Italien, nicht wertvoller und die SNB erhöht diese ständig.

Kurzum, die SNB wirft schlechtem Geld Gutes hinterher, und bald werden Sparer und Konsumenten diese Politik der Hoffnung teuer bezahlen. Und danach die Firmen, die via Lohnerhöhungen mitzahlen müssen. Kurzum, würde die SNB mit einem langfristigeren Horizon agieren würde viel Schaden von der Schweiz abgewendet. Konjunkturpolitik ist nicht Sache der SNB sondern der Politik - wenn man ein Problem mit einem 'zu starken' Schweizerfranken hat, muss die Poltik die Rahmenbedingungen so verbessern, dass der Wettbewerbsnachteil durch den schwachen Euro ausgeglichen wird. Mit dem Vorteil, dass dann, sollte die Eurokrise einmal zu Ende sein, die Wettbewerbsvorteile noch stärker werden, zum Vorteil der Schweiz.