Griechenland setzt der Scharade um den Euro ein Ende

Endlich macht mal Griechenland etwas, das längst überfällig war:

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tispras bekräftigte in Athen, trotz der Eskalation und scharfer Kritik der Euro-Partner die Volksabstimmung über das Spar- und Reformpaket durchzuziehen. Griechenland werde überleben, unabhängig von der Entscheidung der Eurogruppe, das bestehende Hilfsprogramm zu verlängern oder nicht, sagte Tsipras laut griechischen Regierungskreisen.

Kurzum, jetzt können die Betroffenen des ganzen Dramas entscheiden, wie es weitergeht. Es besteht die Möglichkeit, dass sie für einen noch härteren Sparkurs votieren und Syriza desavouieren. Aber Aufgrund des Andauerns der fünfjährigen Wirtschaftskrise, ausgelöst durch eine Währung, die eine Volkswirtschaft an Volkswirtschaften mit ganz anderen strukturellen Möglichkeiten, nicht damit zu rechnen.

Das bedeutet, dass Griechenland einen Staatsbankrott durchleben wird, und sehr wahrscheinlich, aufgrund der Einstellung der sogenannten Emergency Liquidity Assistance, werden auch die griechischen Banken bankrott gehen, und dann wird die Einführung einer neuen, alten Währung.

Diese Massnahme ist allerdings seit 5 Jahren überfällig, und hätte die griechische Regierung damals die richtigen, aber harten, Entscheidungen getroffen und die Eurozone verlassen, wären zwar einige französische, italienische und deutsche Banken in grobe Probleme geraten, aber heute wäre Griechenland ökonomisch wieder im Aufschwung, und im Endeffekt wäre der EU damit auch geholfen, weil die griechische Wirtschaft wieder kompetitiv wäre.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was dann passiert, sobald andere notleidende Staaten das Beispiel von Griechenland sehen. Sollte es gut aussehen, werden auch Italien und Spanien sich die Frage stellen, ob der Euro ein Fehler war. Wenn ja, dürfte die Eurozone am Ende sein.