Wie man Kriminelle zu mehr Delinquenz animiert

Wenn man 38 Mal Ladendiebstahl begeht und dann den Detailhändler betrügt, reicht das nicht für eine unbedingte Gefängnisstrafe:

So machte es eine 32-jährige Deutsche in 17 verschiedenen Coop-Filialen in Bern und Freiburg. Insgesamt 38-mal erhielt sie mit dieser Masche den Kaufpreis von ein bis drei Flaschen – zwischen 35 und 180 Franken. Die gesamte Deliktsumme beträgt rund 3800 Franken.

Und dafür gibt es eine Strafe, die weniger hart ist als für viele Verkehrsdelikte:

Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte die Täterin wegen gewerbsmässigen Diebstahls und gewerbsmässigen Betrugs zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten. Der Vollzug wird aufgeschoben, die Probezeit wurde auf drei Jahre festgesetzt.

Fährt man aber innerorts bei Tempo 40 mal 80, dann setzt es meist ein Jahr Gefängnis, eine hohe vierstellige Busse, und dazu wird das Auto, das auch noch viel Geld kostet, konfisziert.

Und für die Tat, obschon es die Ausschaffungsinitiative vorsieht, wird die Täterin nicht einmal in die Heimat zurückgeschafft, nein, man finanziert ihr auch noch 'Therapien':

Den erschwindelten Gewinn habe sie in Heroin umgesetzt, sagte die Beschuldigte. Sie ist seit mehreren Jahren süchtig, zurzeit macht sie ein Entzugsprogramm.

So werden Kriminelle nur noch zu mehr Delinquenz animiert, anstatt durch abschreckende Strafen Täter abzuschrecken.