Plugin-Hybride nützen vor allem den Autoherstellern

Im Moment sind Fahrzeuge mit Elektromotor, die man auch an der Steckdose aufladen kann, sogennante 'Plugin-Hybride', in aller Munde. Nur hat sich bisher niemand die Frage gestellt, wem diese nützen. Die Antwort ist erstaunlich einfach, wie man am Beispiel des Volvo V60 Hybrid sieht:

Erste Antwort: dem Hersteller, weil sich so dank der gültigen Verbrauchsberechnung (die erste Akkuladung wird bei der CO2-Bilanz nicht mitgerechnet) zumindest auf dem Papier extrem sparsame Autos bauen lassen. Die helfen, den CO2-Flotten-Grenzwert zu erfüllen.

Das heisst, dass man mit diesem Fahrzeug, dessen Batterien viel Zusatzgewicht bedeute und den Kofferraum verkleinern, einen Fantasiewert zu unterbieten, dem man nachsagt, für die Klimaerwärmung verantwortlich zu sein. Aber sobald man nicht rein elektrisch fahren kann, kehrt sich das Bild um:

Die Rechnung zeigt - trotz vieler Variablen -, dass man mit dem Volvo V60 PiH eher nicht billiger fährt als mit einem vergleichbar großen Diesel-Pkw. Und auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß war in unserem Fall mit 134 Gramm je Kilometer keineswegs besonders gering.

Die 134 Gramm CO2 pro Kilometer sind schon jenseits des Wertes, wo Strafsteuern fällig werden, weil man ein Auto fährt, dass offenbar zu viel von diesem das Pflanzenwachstum fördernden Gases produziert. Kommt dazu, dass das Auto auch noch teuer in der Anschaffung ist:

  • Der billigste V60 Hybrid ist gemäss Liste für 58800 Franken zu haben
  • Der V60 D5 mit 215 PS kostet 49000 Franken
  • Der V60 D3 ist für weniger als 40000 Franken

Kurzum, für bis zu 20000 Franken Ersparnis bei dem Treibstoffkosten müssen viele Kilometer gefahren werden, und in der Hybridversion verliert man einen grossen Teil der Kofferraumkapazität, und das Fahrzeug wird schwerer. Sprich, für den Autofahrer ist dieser Hybrid, so wie alle anderen Hybridfahrzeuge ein Verlustgeschäft.