Griechenland will aus dem Euro raus

Das griechische Parlament hat heute entschieden, dass es Neuwahlen will:

Der ehemalige EU-Kommissar Stavros Dimas ist auch im dritten Anlauf mit dem Versuch gescheitert, neuer griechischer Staatschef zu werden. Dimas erhielt am Montag nicht die erforderlichen 180 Stimmen im Parlament, er bekam wie in der zweiten Runde nur 168 von 300 Stimmen. 132 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.

Damit gibt es am 25. Januar Neuwahlen, und gemäss verschiedenen Umfragen soll das linksradikale Bündnis Syriza den höchste Stimmenanteil bekommen, wenn sich bis dann nichts ändert. Und der Plan der Linken ist verwegen:

  • Steuersenkungen,
  • höhere Mindestlöhne,
  • die Schaffung von 300.000 neuen Jobs im öffentlichen und privaten Sektor,
  • kostenlose medizinische Versorgung für alle Griechen,
  • Lebensmittelmarken für 300.000 arme Familien,
  • einen Krediterlass für überschuldete Haushalte

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie das die Linken ohne weitere Gelder von der EU finanzieren sollen, die garantiert fehlen, sobald eine Regierung ein solches Programm gegen alle EU- und IMF-Bailouts implementieren will. Denn das würde bedeuten, dass die EU einknickt und den ungebändigten Sozialismus mittels Notenbankgeld finanziert (was bei den Deutschen zu einer Reaktion führen dürfte wegen Inflationsbefürchtugungen), oder dass Griechenland die Eurozone verlässt, was aber wiederum Syriza nicht will.

Kurzum, entweder erfüllt Syriza die Wählererwartungen, oder Griechenland bleibt im Euro. Beides geht nicht, ausser die euroäische Zentralbank und damit auch die EU knicken ein.