Wer die Goldinitative wollte, hat sie schon längstens persönlich implementiert

Die Goldinitiative, die der Schweizerischen Nationalbank vorgeschrieben hätte, 20% der Aktiven in Gold zu halten, wurde abgelehnt:

77,3 Prozent der Stimmenden lehnten das Ansinnen aus SVP-Kreisen ab. Dieses wollte, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) 20 Prozent ihrer Aktiven in unverkäuflichem Gold hält.

Damit ist der Fall eigentlich klar, die Mehrheit des Volkes kann mit einer Notenbank leben, die über 70% ihrer Aktiven in einer einzigen Währung denominiert hält, und sich damit zum Büttel der Notenbankpolitik dieser Nationalbank macht.

Wer sich davon abnabeln will, hat sich sowieso schon physisches Gold geholt und als Reserve irgendwo eingelagert - würde jeder Schweizer Bürger 300 Gramm Gold haben, wäre das Ziel erfüllt und die SNB zum Teil entmachtet. Nur zum Teil, da die Pensionsguthaben immer noch in geldwerten Anlagen enthalten sind, die man inflationieren kann (es ist klar, dass der Konsumentenpreisindex nicht die Wahrheit abdeckt, wie z.B. die jährlich steigenden Krankenkassenprämien und Wohnkosten, die von genau einer solchen Politik), aber es würde die SNB ausbremsen.

Bei einem Währungskrieg, wie ihn die EZB lostreten will, wird es keine Gewinner geben, da dort jeder mitmacht, bis es zum Kollaps kommt, den schätzungsweise zuerst Japan erwischen wird (mit über 230% Schulden am BIP) und dann einige europäische Länder, und vermutlich auch bald die USA. Die Politik versucht über Währungsabschwächung die Staatsschulden zu reduzieren und das Wirtschaftswachstum zu fördern, dass kann aber, wie das Beispiel Japan zeigt, nicht funktionieren.

Wer dem entkommen will, hat die Goldinitiative persönlich schon implementiert und hält sich einen Bestand an Edelmetall.