Wie kann ein 'Kulturfestival' eigentlich vorschreiben, welche Biermarke ein Wirt auszuschenken hat?

Es gab diesen Monat in der Stadt Bern bereits ein 'Kulturfestival', wo einige Strassenmusiker herumdudeln durften. Die Musik ist nicht unbedingt mein Ding, aber manchmal geh' ich hin. Ausser, wenn von der 'Organisation', offenbar mit staatlicher Unterstützung, Wirte abgezockt werden:

Einer der Gründe für den Missmut der Wirte ist die Gebühr, die für die Take-away-Lizenz gezahlt werden muss. 1800 Franken bezahlen Wirte in der Altstadt den Buskers-Veranstaltern für eine Take-away-Bewilligung. Für Bewerber von ausserhalb des Perimeters kostet die Bewilligung 2200 Franken.

Wieso kann das 'Festival' von privaten Entitäten Geld verlangen? Kriegen die während den 3 Tagen, wo das Buskers läuft, eine Alleinvermarktungslizenz der Stadt? Oder mieten die von der Stadt alle Flächen und vermieten sie dann weiter? Wenn nicht, ist das Verhalten einer Organisation, die Schutzgeld erpresst nicht unähnlich. Und es kommt sogar noch besser:

Welches Bier draussen an den mobilen Zapfanlagen gezapft wird, ist vorgeschrieben. Auch die sogenannte progressive Handlinggebühr beim Bier wird kritisiert. Das heisst: Je mehr Bier ein Wirt verkauft, desto mehr muss er pro Fass dem Buskers bezahlen.

So etwas sieht nach Monopolbildung und Schutzgelderpressung aus, und abgesehen davon will ich sicher nicht gezwungen sein,überall Feldschlösschen oder andere lokale nierenschädigende Gebräue auf Gerstenbasis zu kaufen anstatt Qualitätsprodukten, die bis auf rare Ausnahmen nicht aus der Schweiz kommen. Damit ist dieses 'Strassenfestival' gestorben. Bei Metal-Festivalen habe ich meistens eine bessere Wahl an Bier, und es ist auch noch billiger als am Buskers, und wenn ich bei der 1-Drink-Regel bleibe, komme ich sogar mit dem eigenen Motorrad hin, und nicht wie die Stadt Bern gerne möchte, mit irgendwelchen langsamen 'öffentlichen' Verkehrsmitteln.