Tram Region Bern alternativlos?

Es ist ja in Sachen Tram Region Bern immer noch jeder die Idee, dass man unbedingt die Buslinie 10 durch ein Tram ersetzen muss, obwohl das mehrere Probleme in Hinblick auf die enorme Investition (660 Millionen mit der zusätzlich nötigen Investitionen) gibt. Unter anderem wurden von den offiziellen Stellen folgende Punkte bisher nicht wirklich angedacht:

  • Macht es überhaupt Sinn, die Buslinie 10, die viel zu lang ist und dadurch sehr anfällig auf Verspätungen ist, in dieser Form zu behalten? Würde es nicht Sinn machen, die Linie 10 in zwei Teile zu teilen, die sich anstatt am Bahnhof am Zytglogge teilen und den Bundesplatz als Wendeschleife benutzen, anstatt den Bahnhof Bern noch mehr zu verstopfen?
  • In wenigen Jahren wird die grösste Quellen von Fahrgästen, der Swisscom-Tower in Ostermundigen, nicht mehr gerade viel Swisscom-Angestellte enthalten. Um genau zu sein, 0. Bis dahin werden sich die Swisscom-Angestellten auf andere Locations verteilt haben, und die sind für einen massiven Anteil der Fahrgäste der bisherigen Linie 10 verantwortlich. Wieviele der kleineren Firmen, die man in den Swisscom-Tower locken will, wirklich OeV-affin sind, bleibt offen. Was aber sicher ist, ist dass diese Firmen zügig mit Auto oder Motorrad in die Stadt Bern fahren wollen, und nicht von einem riesigen Stöpsel namens Tram behindert werden wollen. Und wie man schon bei Tram Region Bern gesehen hat, behindert das Tram höchstens den Individualverkehr anstatt ihn zu komplementieren.
  • Die zusätzlich nötigen Investitionen wie das nötige Tramdepot sowie die zweite Innenstadtachse sind nirgends in den offiziellen Unterlagen aufgeführt und addieren mindestens 30% zu den effektiven Kosten. Und das wird dem Stimmbürger vor den Abstimmungen nicht gesagt und betrifft auch den kantonalen Steuerzahler.

Kurzum, das Tram Region Bern wird von den herrschenden rot-grünen Eliten durchgestiert, weil es für diese ein Prestigeprojekt ist, mit dem sie dem Individualverkehr eins auswischen können, anstatt sich zu überlegen, welche Alternativen den Verkehr in der Region Bern wirklich voranbringen.