Das Versagen der linken Bildungsexperimente

Man hat der Linken seit 1968 grossmehrheitlich das Bildungswesen in die Hand gegeben. Jetzt kann man dort die Früchte ernten:

Deutsche Abiturienten haben immer bessere Noten, obwohl sie immer weniger gebildet sind. So ist der Anteil derer, die einen Abiturschnitt von 1,0 haben, allein zwischen 2006 und 2012 um vierzig Prozent gestiegen.

Das tönt ja gut. Nur leider ist der Schein zu schön für die Wahrheit:

Dass die Schüler trotzdem weniger gebildet sind als früher, weist das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln in einer noch unveröffentlichten Untersuchung nach. Dazu wird folgende Berechnung angestellt: Wenn man alle Schüler eines Jahrgangs, geordnet nach den von ihnen erreichten Pisa-Punkten in der Klasse neun, in eine lange Reihe stellt und dann die offenen Studienplätze, vorne in der Reihe beginnend, an diese Schüler vergibt, dann würden heute auch Schüler einen Studienplatz bekommen, die in der Reihe weiter hinten stünden als noch 2003.

Kurzum, das heutige 1.0 beim Abiturschnitt war früher 2.0 oder sogar noch schlechter. Aus Erfahrung mit Praktikanten aus Bachelorstudiengängen aus Deutschland im Bereich Informatik kann ich das bestätigen. Und nicht nur ich kann das bestätigen:

Erstsemester in Mathematik erzielen nach diesem Modell im Schnitt 17 Pisa-Punkte weniger als noch vor sechs Jahren. Das entspricht dem Lernfortschritt eines halben Schuljahrs. Die Lesekompetenz aller Erstsemester ist sogar um 27 Punkte gesunken.

Kurzum, diese Studenten kommen noch prüfungsfrei in unsere Unis, in der Hoffnung, dass sie dort richtig lesen lernen, und ihre Mathefähigkeiten verbessern.

Durch die Senkung der Standards und Schaffung neuer Schwafelfächer im deutschen Abitursystem (das heisst dann 'besondere Lernleistung') hat man zwar 40% Abiturquote pro Jahrgang, aber von diesen 40% sind durch die gesenkten Standards effektiv nur noch etwa 10% brauchbar, sprich, die effektive Abiturquote (gegenüber der 'Papierabiturquote') ist gesunken.

Die Lernpläne müssen wieder härteren Standards angepasst werden, und die 15-20% tiefere Abiturquote führt dann zu Lehrlingen (in Deutschland auch "Azubis" genannt), die wieder brauchbar sind. Das bedingt aber, aber dass man die Sozialisten mit Mann und Maus aus dem Bildungswesen herauseliminiert und mit fähigen Leuten ersetzt, die auf einen Lernplan mit Lehrstoff abstellen, nicht irgendwelchen abstrusen 'Kompetenzen'. Das dürfte dann auch insgesamt billiger sein als die aktuelle Schule, die zu einem Abitur führt.