Wer will mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Westside?

Zu wenige. Und genau das soll gemäss Dikition von Rot-Grün ein Problem sein:

Im Jahr 2012 waren es statt 6000 im Schnitt 7022 Fahrten, im Jahr 2013 sogar 7582. Damit wurde das Kontingent im letzten Jahr um stolze 26 Prozent überschritten.

Furchtbar. Wobei, das sind eigentlich genau die Kunden, die das Westside braucht. Die, die Geld liegen lassen. Und das weiss man eigentlich sogar bei den kantonalen Behörden:

So besagt doch jede Marktstudie, dass Kunden, die mit dem Auto in ein Einkaufszentrum fahren, am meisten Geld ausgeben.

Nur, im Kanton Bern, mit der linken Mehrheit in der Kantonsregierung, will man diese Wahrheit nicht wahrhaben und hofft verzweifelt darauf, dass die Leute brav mit Velo oder Tram ins Westside fahren, oder sogar die BLS brauchen. Aber jetzt heben die Behörden den Drohfinger - lassen sich Kunden weiterhin nicht dazu zwingen, glücklich wie Herdentiere nur auf die befohlene Weise ins Westside zu gelangen, so wird mit der Maximalmassnahme gedroht:

Im Extremfall wäre es rechtlich auch möglich, einen wöchentlichen Ruhetag gesetzlich zu verordnen. Sprich: Damit die Fahrtenkontingente nicht überschritten werden, müsste das Westside in extremis an einem Tag in der Woche geschlossen bleiben.

Damit wäre das Westside ökonomisch erledigt, denn dann rentieren sich die 500 Millionen Franken, die dort für den Bau aufgewendet wurden, überhaupt nicht mehr. Und dann kann man das Gelände gleich verkommen lassen, und die Tramwendeschleife dort würde auch vollständig überflüssig.

Und der Grund ist einfach - wer nicht gerade im Westside wohnt, oder beim Bahnhof, braucht mindestens 20 Minuten, um dorthin zu kommen. Mit dem Fahrrad dauert das schon etwas weniger lang, und mit dem Motorrad ist das Westside - praktischerweise direkt über die Autobahnausfahrt Bern-Brünnen - in höchstens 10 Minuten zu erreichen, wenn man in der Stadt Bern oder der näheren Agglomeration lebt. Kurzum, die Zwängerei ist nicht effizient, und wenn man das Westside an dem Tag schliesst, gibt es noch viele mit motorisiertem Individualverkehr leicht erreichbaren Einkaufszentren, und in den Tagen von Filmstreaming braucht es auch nicht die Kinosäle im Westside.