Nichtraucherschutz an einer Tabakmesse?

In Hamburg gibt es, wie in vielen anderen Jurisdiktionen auch, ein Nichtraucherschutzgesetz, mit dem man zum Beispiel Gaststätten rauchfrei macht (auch Zigarrenbars). Aber wie man jetzt herausgefunden hat, ist es auch bei Tabakmessen anwendbar:

Sie haben gar nicht erst mit den städtischen Behörden über eine Ausnahmeregelung gesprochen, wie Messe-Pressesprecher Karsten Broockmann auf Nachfrage zugibt. Sondern in aller Stille das Rauchen freigegeben. Die "Tobacco World Europe" sei eine "reine Fachmesse", rechtfertigt das Broockmann: eine "geschlossene Veranstaltung", bei der ein sorgfältig ausgewählter Teilnehmerkreis unter sich sei.

Nur, das ist in Hamburg verboten, man muss dort, will man rauchen, die Räumlichkeiten ähnlich wie ein Chemiewaffenlabor ausrüsten:

Illegal ist nur das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, so will es das Hamburger Passivraucherschutzgesetz. Ausnahmen gewährt das Regelwerk lediglich großen Gaststätten: sofern sie eine "raumlufttechnische Anlage" einrichten, die "eine von den übrigen Räumen getrennte Luftführung aus dem Raucherraum aufweisen" sowie "im Raucherraum einen Unterdruck erzeugen" muss.

Ansonsten ist Rauchen in 'öffentlichen Gebäuden' streng verboten. Nichtraucherschutz ist der Grund. Wieviele Nichtraucher man einer Tabakmesse findet, weiss ich nicht, allerdings müsste ich vorher meine Kenntnisse über Grenzwertrechnung wieder auffrischen.

Nur, wen interessiert das, wenn er an eine Tabakmesse geht? Da wird geraucht, und das ist der Sinn dieses Genussmittels. Und sie zahlen für dieses Privileg erst noch massiv Steuern.