Sogar Nigerianer vergleichen unsere Gefängnisse mit Hotels

Die Stadtpolizei Zürich hat wieder mal zwei nigerianische Drogenfahnder als Verstärkung erhalten, die natürlich einige Erfahrung im Umgang mit ihren Landsleuten haben und eigentlich wissen, was zu tun wäre, um der Plage Herr zu werden:

Es müsse für Zürcher Polizisten frustrierend sein, Drogendealer laufen zu lassen, nur um sie am nächsten Tag gleich wieder zu kontrollieren. «In Nigeria greift die Polizei härter durch. Wer mit Drogen handelt, kommt lebenslänglich ins Gefängnis, Konsumenten müssen mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen».

Nix mit Säulenmodell oder dergleichen gutmenschlichen Ideen. Gefängnis funktioniert, und wenn man auch die Konsumenten konsequent und lange einbuchten würde, würden beide Säulen des Handels gekappt - Angebot und Bedarf.

Hier hingegen lässt man die Dealer nach der Verhaftung meistens laufen, und wir haben unsere gröbsten Probleme, diese auch noch in ihre Heimat zurückzuschaffen. Und wenn man sich dann noch folgenden Beitrag bei 10vor10 auf der Zunge zergehen lässt, kommt man bald zu Überzeugung, dass wir in Sachen Drogenkriminalitätsbekämpfung eigentlich Nigerianer anstellen müssten:

10vor10 vom 02.11.2012

In dem Beitrag vergleicht der nigerianische Drogenfahner unsere Gefängnisse mit "Resorts", kurzum, Hotels. Das ist in Nigeria nicht so, und das wissen die Dealer dort auch und dealen deswegen nicht. Wir sollten uns mal an Nigeria ein Beispiel nehmen und die Gefängnisse mit massiv weniger Komfort ausstatten.