Jetzt brauchts für die Ausschaffungshaft auch noch Zirkus, Animation und Beschäftigungsprogramm

Unsere Ausschaffungsgefängnisse für Ausländer, die nicht in die Schweiz gehören, sind offenbar für die Betroffenen keine Wohlfühloase, sondern eine Höllenqual. Und deswegen sollen wir sie gleich in Clubhotels vernwandeln, wenn es nach der "Anti-Folter"-Kommission geht:

Die ausserparlamentarische Kommission kritisiert, dass die Insassen zu wenig Bewegungsfreiheit haben. Zwar erhalten die Inhaftierten die Möglichkeit für einstündige Spaziergänge in Freien, oft aber nur in «kleinen, übergitterten Spazierhöfen».

Fehlen tut offenbar der Swimmingpool und die Wellness-Oase. Und natürlich alles muss gratis sein, genauso wie das Telefon:

Im Bässlergut beanstandete die Kommission die fehlende Privatsphäre beim Führen von Telefongesprächen und die restriktive Regelung betreffend Zugang zum Telefon in der Hausordnung.

Der Staat hat leider dank den ausufernden Asylkosten kein Geld mehr für die Finanzierung von Auslandstelefonaten. Kurzum, da ist nicht viel zu machen. Auch soll man den Auszuschaffenden die Möglichkeit geben, im Gefängnis zu dealen:

Inhaftierte müssen Besucher ohne Trennscheibe empfangen können und auch die Möglichkeit für engere Kontakte haben. Gemäss Kommission werden die Besuchsregelungen bei ausländerrechtlich Inhaftierten teilweise zu restriktiv gehandhabt.

Ohne Trennscheibe ergibt sich eine erstklassige Möglichkeit, Sachen zuzustecken, umd damit Geld zu verdienen, dass dann per Western Union an den Clan im Ausland geschickt werden kann - wieso sollte man das also zulassen?

Nein, diese Kommission entdeckt Missstände, wo keine sind. Diesen Leuten muss der Aufenthalt im Gefängnis weder angenehm noch interessant sein, sondern nur dazu dienen, möglichst schnell aus dem Land spediert zu werden. Und wenn sich herumspricht, dass die Schweizer Gefängnisse nicht schön und luxuriös sind, kommen auch weniger Leute. Wenn man aber daraus ein Clubhotel macht, kommen immer mehr, und das wurde mehrfach schon bestätigt - von den Inhaftierten selbst.