Berset's verkappte Einheitskasse

Unser sozialistischer Gesundheitsminister will dem Schweizer Volk in Sachen Einheitskasse Sand in die Augen streuen und stellt deshalb folgenden Vorschlag in die Runde, um eine totale Einheitskasse zu verhindern, wo man nicht so viele sozialistisch angehauchte Parteigänger und Kollegen beschäftigen könnte wie in einem scheinliberalen Gesundheitswesen:

Als Neuerung für das Krankenkassensystem bringt der Bundesrat eine obligatorische Rückversicherung für sehr hohe Kosten in der Grundversicherung ins Spiel. Die Krankenversicherungen müssten die Rückversicherung abschliessen, die bei Krankheitsfällen ab einer bestimmten Kostenschwelle einspringt.

Das Ziel dieser Idee ist natürlich klar - es ginge darum, dass alle Leute beinahe die gleiche Prämie bezahlen, egal ob sie sparsam mit dem Bezug von Dienstleistungen aus unserem Gesundheitssystem sind, oder nicht. Und damit auch jeder möglichst die Prämie einer effektiven Einheitskasse bezahlt, muss die Rückversicherung auch für beinahe alles einspringen:

Ab dem Schwellenwert, ab dem die Rückversicherung zahlt, würden die Kosten unter allen Kassen verteilt. Der Bundesrat habe Werte zwischen 5000 und 20'000 Franken pro Jahr diskutiert, sagte Berset. «Die Schwelle dürfte näher bei 5000 Franken liegen.»

5000 Franken wäre dann schon eine Grippe, für die man ein paar Mal zum Arzt geht und irgendwelche meist nutzlosen Medikamente verschrieben erhält, die man dann auch brav konsumiert. Rheuma-Fälle kosten dann schon massiv mehr, wie aus meinem Umfeld weiss. Und das Ziel ist damit klar - eine Nivellierung der Krankenkassenprämien und im Endeffekt eine EInführung einer staatlichen Krankenkasse:

Bezahlt würde die Prämie für die Rückversicherung mit der Krankenkassenprämie. Der Betrag wäre kantonal abgestuft. Die Versicherten würden direkt kaum etwas von der Rückversicherung spüren – ausser, dass die Prämienunterschiede innerhalb der Regionen deutlich kleiner würden, sagte Berset.

Sprich, aus 240 werden dann einfach 300 Franken Prämie pro Monat. Das ist Geld, dass dann dem Konsum entzogen wird, wie bei einer Steuererhöhung.

Nein, die Idee von Berset ist eine Einheitskasse im Gewand eines liberalen Krankenkassensystems und löst kein einziges der Probleme unseres Dreifuss'schen Krankeversicherungsgesetz, wie ich schon vor fünf Jahren dargelegt habe.