Der Baron Münchhausen zog sich am eigenen Schopf....

...aus dem Loch, die portugiesische Regierung versucht, sich mit Steuererhöhungen aus der Rezession zu ziehen:

Mit massiven Steuererhöhungen will die portugiesische Regierung den Schuldenberg des Landes abtragen. Die meisten Einkommenssteuern würden erhöht, ein Aufschlag von vier Prozent auf die Lohnsteuer erhoben und die Zahl der Steuerklassen im kommenden Jahr von acht auf fünf reduziert, sagte Finanzminister Vitor Gaspar am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Außerdem wolle die Regierung höhere Steuern auf Kapitalerträge, Vermögen, Finanztransaktionen, Luxusgüter und Tabakwaren erheben. Spitzenverdiener sollten einen weiteren Steueraufschlag von 2,5 Prozent entrichten.

Und wird das etwas bringen? Wohl kaum, denn Portugal wird immer noch massive Defizite schreiben. Und dazu verlassen dann noch alle Steuerzahler, die etwas zu versteuern haben, das Land - vermutlich Richtung Schweiz.

Man müsste anstatt die bereits trockene Zitrone dauernd mehr auszupressen mal überlegen, schlicht und ergreifend die Staatsausgaben überall linear um 20% zu kürzen und dann zusätzlich jeden fünften Staatsangestellten zu feuern. Die Schweiz hat - direktdemokratische Kontrolle sei Dank - mindestens die schlimmsten Auswüchse verhindern können. In lateinischen Ländern aber wurden für gewisse Gefälligkeiten Jobs vergeben, die ein Kandidat ohne diese Gefälligkeit nie erhalten hätte.

Alternativ wäre natürlich ein Ausstieg aus dem Euro möglich, das wird die portugiesische Regierung aber nicht versuchen, ausser das Land ist bankrott. Und mit mehr Steuern lässt sich das Problem nicht lösen, sondern höchstens mit weniger Steuern. Sonst wird über kurz oer lang Portugal bald keine Portugiesen mehr enthalten, weil die alle in die reicheren EU-Länder und die Schweiz emigriert sind.