Was bringt ein Streik in Griechenland, ausser noch mehr Misere?

In Griechenland geht heute scheinbar gar nichts mehr:

Griechenland stand still. Beamte, Seeleute, Busfahrer oder Bankmitarbeiter - Zehntausende haben gemeinsam mit einem Generalstreik sie gegen das neue Milliarden-Sparprogramm protestiert.

Und? Was hat es gebracht? Gar nichts:

Ungeachtet der Proteste hat sich die Regierung von Samaras auf weitere Ausgabenkürzungen von fast zwölf Milliarden Euro geeinigt. Die mit den internationalen Gläubigern ausgehandelten Sparmaßnahmen sehen weitere Kürzungen bei Renten und Löhnen vor - sonst wird die nächste Kreditrate von mehr als 30 Milliarden Euro nicht überwiesen.

Bleibt nur noch, dass auch das Parlament noch einsieht, dass es die einzige Möglichkeit ist, eine Chance zu haben, das Land zu sanieren, auch wenn es einen Einwand gibt:

Das Problem für Samaras: Die Sparmaßnahmen müssen noch vom Parlament gebilligt werden, viele Abgeordnete haben Angst vor den Reaktionen ihrer Wähler - vermutlich zu Recht.

Bis in vier Jahren reicht da die Zeit noch. Und jeden Tag, an dem die Griechen streiken, entsteht weniger BIP, und genau das brauchen sie, um aus dem Schlamassel herauszukommen. Wenn sie jetzt revoluzzen, gehts bolzgerade in den Staatsbankrott und anschliessenden Euro-Ausstieg. Und steigt Griechenland aus, dürften auch andere Länder den Ausstieg wagen, sobald sich herausstellt, dass es Griechenland ohne Euro besser geht als mit.

Aber so streiken? Das verschlimmert die Misere höchstens noch.