Mit Draghiflation wird der Euro zur Weichwährung - "Unbegrenzt" ist "Unbegrenzt"

Jetzt sind so gut wie alle Dämme gebrochen:

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den unbegrenzten Kauf von Anleihen der Euro-Krisenstaaten beschlossen. Das erklärte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt.

Das bedeutet grundsätzlich, dass die EZB bereit ist, Staaten zu finanzieren. Ein EU-Land, dass Obligationen ausgeben will, kann jetzt grundsätzlich davon ausgehen, dass sollten Marktteilenhmer die Anleihen nicht aufkaufen wollen, es die EZB tut. Mit einer kleinen, aber unbedeutenden Beschränkung:

Die EZB werde weitere Staatsanleihen aber nur kaufen, wenn sich die betreffenden Staaten der strikten Kontrolle der Euro- Rettungsfonds unterwerfen. Dann könnte die EZB unbegrenzt Anleihen mit einer Laufzeit von einem bis drei Jahren kaufen, sagte Draghi nach der Sitzung des EZB-Rats.

Wenn man weiss, wie sehr sich die griechische Regierung an die Auflagen gehalten hat, und man bei Italien und Spanien es mit weitaus grösseren und wichtigeren EU-Staaten zu tun hat, dann kann man sich auch ausdenken, wieviel das als Abschreckung für Politiker, die gerne wiedergewählt werden, dienen kann.

Nein, mit dieser Massnahme ist das einzige Ende des Euros ein Hyperinflationäres, und das wird nicht nur den Besitzer von Euros, sondern auch von Währungen, die am Euro per Kursuntergrenze festgenagelt sind, wie zum Beispiel den Schweizer Franken, wenn unsere SNB nicht die Notbremse zieht. "Unbegrenzt" heisst "Unbegrenzt", und was die PIIGS-Staaten jetzt tun werden, ist schlicht und ergreifend nur noch Anleihen ausgeben, die eine Laufzeit von drei Jahren haben. Bis die EZB dank Mario Draghi auch gleich Anleihen mit höherer Laufzeit in unbegrenzter Höhe kauft.

Deutschland hat nur eine Option, will es nicht verarmen - zurück zur Deutschmark. Und die Schweiz muss die Kursuntergrenze aufgeben, besser mit einem lauten Knall, als mit langsamen Siechtum.