Regierungsrat Käser findet lahme Enten 'schön'

Es ist ja am 23. September eine Wiederholung der Abstimmung über die Ecotax-Vorlage für Motorfahrzeugsteuern anberaunt. Und da mutet es befremdlich an, dass ein SVP Regierungsrat versucht, das Volk mit 'schönen' Autos einzulullen:

Käser präsentierte den Medien im Lastwagen-Prüfzentrum in Ostermundigen eigens ausgeliehene Neuwagen der schickeren Sorte. Sie genügen höchsten Ansprüchen und sind dennoch genug energieeffizient, um von der geplanten Ökologisierung der Motorfahrzeugsteuer zu profitieren.

Jetzt müsste man aber noch gerne wissen, welche Fahrzeuge da angepriesen werden und 'höchsten' Ansprüchen genügen:

Die meisten Fahrzeuge dieses improvisierten Autosalons gehören der Energieeffizienzkategorien A und B an – auch der gezeigte Jaguar XF 2,2 Luxury mit 190 PS.

Genannter Jaguar wurde in meinem Bekanntenkreis testgefahren. Fazit: Ein BMW 330i Jahrgang 1996 beschleunigt besser, geschweige denn ein 335i oder natürlich - ein Motorrad mit einem Liter Hubraum, wobei es bei Letzterem nicht ganz fair ist (eine GSX-R 1000 von Suzuki erledigt auch Lamborghinis bis 200 km/h lockerst).

Nein, Käser, ein Etatist, will nur davon ablenken, dass Besitzer von etwas älteren Fahrzeugen, die wegen der bereits in all' den Jahren 'abgefahreren' grauen Energie mindestens ebenso effizient sind wie die neuen Fahrzeuge, für die man krampfhaft einen Markt mittels Besteuerung schaffen will, mit der Annahme der Ecotax-Vorlage massiv mehr Motorfahrzeugsteuern bezahlen müssten. Und dabei bezahlt man im Kanton Bern schon so fast die höchsten Motorfahrzeugsteuern schweizweit.

Am 23. September ist ergo nur der Volksvorschlag anzunehmen, und bei der Stichfrage ebenfalls der Volksvorschlag zu bevorzugen, um den Sozialisten, die die erste Abstimmung wegen einem ihnen nicht genehmen Abstimmungsergebnis zu Fall brachten, eine handfeste Lektion zu erteilen.