"Unverschämt"? Nein, das ist der Markt (und die Personenfreizügigkeit)!

Man kann im Moment wunderbar feststellen, wie im Jahrestakt die Mieten steigen, und jetzt ist es sogar den Mainstreammedien aufgefallen, als die Linken wieder mal die Kleenex-Schachtel geleert haben, weil sich die einfachen Leute die Wohnungen nicht mehr leisten können:

Der Referenzzinssatz sinkt seit drei Jahren kontinuierlich. Im März 2009 betrug er noch 3,5 Prozent. Seither hätten die bestehenden Mieten um rund 10 Prozent sinken können – Teuerung und Unterhaltspauschale, die zugunsten des Vermieters zu Buche schlagen, inklusive. Doch die Mieten sind in dieser Zeit weiter gestiegen. Dies zeigen Zahlen, die SonntagsBlick vorliegen. So kostet eine 1-Zimmer-Wohnung heute im Schnitt 731 Franken – im Mai 2009 erst 677 Franken.

Das macht 9 Prozent in drei Jahren, und das vermutlich noch an Orten, wo die Mieten nicht auf Zürcher und Genfer Niveau sind. Aber sogar das ist für die Sozis zu viel:

Weiter moniert Töngi: Bei Neuvermietungen gebe es «unverschämt hohe Mietzinssprünge.

Es ist eigentlich einfacher: Da so viele Leute gerne eine Wohnung mieten möchten, kann man auch mal die Mieten erhöhen - der Markt spielt. Wer keine hohen Mieten zahlen will, zieht auf's Land oder kauft eine Wohnung oder ein Haus. Und sogar Töngi stellt fest, wieso:

Zudem treibe die Zuwanderung die Preise hoch.

Das heisst nicht "zudem", sondern das ist die Hauptursache. Grössere Nachfrage (wegen 90-130k Einwanderern pro Jahr) erhöht die Preise oder verringert das Angebot. Das gilt sogar im roten Zürich. In Genf hat man versucht, den Markt ausser Kraft zu setzen, mit dem Resultat, dass es dort viel zu wenig und erst noch völlig überteuerten Wohnraum gibt, insbesondere auch, da seit Jahren alle Franzosen in die Stadt wollen, um der französischen Steuerkeule zu entkommen.