Sogar SF muss zugeben, dass die Ventilklausel nichts bringt

Inzwischen sind wir in der Schweiz so weit, dass sogar das Schweizer Fernsehen zugeben muss, dass die Ventilklausel nur eine Alibiübung ist, und geschaffen wurde, um dem Stimmvolk (zusammen mit den 'flankierenden Massnahmen') die Idee zu verkaufen, dass es nicht durch den Kakao gezogen würde:

Die Ventilklausel betrifft acht osteuropäische EU-Staaten. Sie hat bei den betroffenen Staaten und in der Schweiz für viel Kritik gesorgt. Neue Zahlen des Bundesamtes für Migration (BFM) legen nun auch den Verdacht nahe, dass diese Massnahme praktisch wirkungslos ist.

Den 'Verdacht'? Das war ja so geplant:

Die Aufenthaltsbewilligung B berechtigt Ausländer, fünf Jahre in der Schweiz zu arbeiten. Mit der Bewilligung L darf man ein Jahr in der Schweiz arbeiten. Die Ventilklausel begrenzt die maximale Anzahl von Fünf Jahres-Bewilligungen (Typ B).

Aber nicht die Anzahl L-Bewilligungen? Was passiert? 1...2...3 - jeder Osteuropäer, der hier arbeitet, beschafft sich eine L-Bewilligung, und das nicht zu knapp:

Die neusten Zahlen des Bundesamtes für Migration zeigen nun eine starke Zunahme bei der Aufenthaltsbewilligung vom Typus L – um sage und schreibe 56.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Kurzum, die Ventilklausel ist in dieser Form wirkungslos, und die Löhne im Baunebengewerbe sinken so gut wie auf den Nullpunkt, dank Osteuropäern, die für 3 Euro die Stunde arbeiten.

Kurzum, die Personenfreizügigkeit ist so erfolgreich, dass sogar die Arbeiter daran zugrundegehen, wenn sie mit polnischen Löhnen Schweizer Preise bezahlen müssen.