'Bio'-Treibstoffe sind energetisch ein Verlustgeschäft

Irgendjemand muss der Politik mal die Schnapsidee verkauft haben, dass man aus pflanzlichen Grundstoffen energetisch effizient Treibstoffe herstellen kann. Leider ist das ein Märchen:

Switchgrass (Rutenhirse) bringt ein Minus von 50 Prozent, Soja-Diesel ein Minus von 63 Prozent und Diesel aus Raps ein Minus von 58 Prozent. Selbst die vielversprechende Palmölproduktion ergibt ein Minus von acht Prozent.

Und auch der von den Amerikanern so geliebte Mais ist ein Verlustgeschäft:

Die Forscher rechnen am Beispiel Mais vor, dass der Produktionsprozess für einen Liter Ethanol einschließlich Anbau auf dem Feld 7474 Kilokalorien an Energie verschlingt. Der produzierte Liter Ethanol enthält aber nur 5130 Kilokalorien. Das entspricht einem Minus von 2344 Kilokalorien oder einer negativen Energiebilanz von 46 Prozent für Ethanol aus Mais.

Kurzum, mit jedem Liter Bioethanol oder Biodiesel importieren wir paradoxerweise noch mehr Erdöl. Kurzum, man könnte real Energie sparen und einige Hungertote verhindern, würde man die Gewinnung von Biotreibstoffen aus Ackerpflanzen komplett verbieten. Vieiieicht kommt man energetisch auf einen Gewinn, wenn man es mit Algen versucht. Bis das aber etwas wird, dauert es noch eine geraume Zeit.

Es wäre effizienter, mittels Fischer-Tropsch Prozess aus Kohle Erdöl zu gewinnen, und für die Aufspaltung die Abwärme eines AKW zu verwenden.