Man sollte das "unlimitiert Geld drucken" nennen, nicht eine 'Kampfansage an Spekulanten'

Inzwischen ist die EZB, einmal von Theo Waigel als Ebenbild der Bundesbank hochgelobt, vollständig eingeknickt und will PIIGS-Anleihen ohne irgendwelche Limite kaufen:

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt, bei ihren künftigen Anleihekäufen Zinsschwellen für jedes Land festzulegen. Demnach würde sie Staatspapiere von Krisenländern immer dann kaufen, wenn deren Zinsen einen bestimmten Aufschlag auf die Renditen deutscher Bundesanleihen überschreiten.

Das bedeutet implizit, dass Halter von PIIGS-Staatsanleihen darauf spekulieren können, dass die billig eingekauften PIIGS-Anleihen von der EZB zu einem fixen Preis abgenommen werden. Un ddas wohweislich, um den PIIGS-Staaten zu helfen:

Weil die Zentralbank über unbegrenzte Mittel verfügt - sie kann sich das Geld letztlich selbst drucken - würde es auch Spekulanten nicht mehr gelingen, die Renditen über den angepeilten Satz hinaus zu treiben. Damit will die EZB nicht nur die Finanzierungskosten angeschlagener Länder im Zaum halten, sondern auch erreichen, dass das generelle Zinsniveau in der Euro-Zone nicht allzu sehr auseinanderdriftet.

Damit können PIIGS-Staaten ihre Staatsausgaben de fakto über die Notenpresse finanzieren, ohne irgendwelche Sparmassnahmen zu ergreifen. Das ist ähnlich dem Alkoholiker, dem zur Heilung eine weitere Flasche Schnaps gegeben wird.

Kurzum, Draghi & Co. können diese Aktion auch "Unlimitiert Geld drucken" nennen, denn es kommt auf das Gleiche heraus. Die 'Spekulanten' werden gerne billig Anleihen kaufen und der EZB teuer verkaufen.