Stromkunden haften für Windparks, Energiekonzerne nicht

Die Energiewende treibt ja immer tollere Blüten. Erst laufen die Windparks nur, wenn der Wind bläst (und tut er das zu fest, will niemand den Storm), und jetzt darf der Kunde sogar die Einnahmenausfälle mitbezahlen, wenn das Kabel zwischen dem Offshorewindpark und der Küste reisst:

Neben der jährlich in Milliardenschritten steigenden Umlage für die Ökostromförderung sollen die Stromkunden künftig auch an den milliardenschweren Risiken für den Betrieb der Netze und Windanlagen auf hoher See beteiligt werden.

Der Energieminister will damit eigentlich nur Gutes - für die Energiefirmen, die solche Vogelhäcksler betreiben:

Der legt fest, welche Entschädigung einem Windparkbetreiber wann zusteht, falls der erzeugte Strom nicht abtransportiert werden kann.

Und das ganze wird eigentlich nur aus einem Grund gemacht - damit man noch mehr solche Anlagen aufstellen kann, für die dann der Stromkunde haftet:

Von der Klärung der Haftungsfrage verspricht sich die Regierung ein Ende der Blockade von Investitionen in den Ausbau der Offshore-Windenergie.

Und der Stromkunde haftet dann so gut wie immer:

Die Änderungen laufen darauf hinaus, dass die Stromkunden bei Netzstörungen für den größten Teil der Ausfälle haften werden. Der Netzbetreiber selbst muss nur dann für Schäden aufkommen, wenn er die Unterbrechung vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. Selbst bei grober Fahrlässigkeit trägt der Netzbetreiber nur 20 Prozent selbst, den Rest kann er über eine Haftungsumlage weiterwälzen.

Kurzum, sind Leitungen überlastet, zahlt der Stromkunde, und zwar grundsätzlich immer. Sogar wenn der Netzbetreiber oder Windparkbetreiber die Kabel zu klein dimensioniert hat - 80% des Schadens zahlt der Kunde. Unternehmerisches Risiko? Fehlanzeige!

Die ganze Scharade ist eine staatsdirigistische Umverteilung von unten nach oben, so wie sich wohl jeder Sozialist wünscht, und so sich noch mehr Rentseekers in der 'grünen Wirtschaft' (AKA 'Cleantech') schafft, alles im Namen von "CO2" und der "Energiewende".