Griechenland finanziert sich ab jetzt direkt via Notenpresse

Griechenland wird am 20. August vorerst nicht einen harten Fall erleben, denn die EZB akzeptiert griechische Schuldpapiere, die mit Krediten der griechischen Zentralbank finanziert sind:

Um Griechenland trotzdem zahlungsfähig zu halten, springt indirekt die Europäische Zentralbank ein. Sie erlaubt es der griechischen Notenbank, die heimischen Staatspapiere als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren, die sie an Banken vergibt. So kommen durch die kurzfristigen Geldmarktauktionen sowohl der Staat als auch die klammen griechischen Finanzinstitute an Geld.

Damit passiert eigentlich das, was die EZB nicht dürfte - Staatsfinanzierung via Notenpresse:

Griechenland braucht das Geld dringend, um Schulden bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuzahlen. Am kommenden Montag werden 3,2 Milliarden Euro aus alten Anleihen fällig. 

Kurzum, die EZB nimmt Sicherheiten an, die sie dann mit dem zurückgezahlten Geld gleich wieder decken muss, kurzum, es ist ein klassisches Rechte-Tasche-Linke-Tasche Geschäft, bei dem wieder mal nur der Sparer via Geldentwertung.

Die SNB sollte bei so klar inflationärem Gehabe sofort aus der Kursuntergrenze aussteigen, das spart langfristig mehr Geld als Banken mit Staatsgeldern durchzufüttern.