Dieser Mann verdient eine Medaille

Wieder einmal hat ein aufrechter Bürger mehr gegen das Verbrechen ausgerichtet als die ganze Kantonspolizei des Kantons Zürich:

Gegen 9.30 Uhr kommt ein Mann in der Nähe des Hotels Dolder in Zürich nach Hause. Da trifft er auf einen Einbrecher. Der Mann fackelt nicht lange, zückt eine Pistole und schiesst auf den Einbrecher. Dieser wird vermutlich getroffen, kann aber flüchten.

Wenn er getroffen hat, soll der Mann als Nächstes sich eine Pistole mit einem durchschlagskräftigeren Kaliber besorgen. Die Polizei verdächtigt natürlich zuerst mal den Schützen eines Delikts:

Doch auch die Rolle des Schützen ist noch Gegenstand der Untersuchungen. «Wieso der Mann eine Faustfeuerwaffe auf sich hatte, ist noch in Abklärung», sagt Cortesi.

Kleiner Tip - innerhalb der Wohnung darf man seine eigene Waffe tragen. Auch wenn Waffengegner beim Gedanken daran laut aufheulen:

Vor allem, dass der Hausbesitzer eine Waffe zur Hand hatte, sei speziell. Das kenne man bisher erst aus Amerika, wo meist auch die Einbrecher bewaffnet sind.

Nur noch in wenigen Bundesstaaten. Wenn man bewaffnet einbrechen geht und das überlebt, gibt es bei der Strafe noch einen massiven Nachschlag. Leider wird hier in der Schweiz der Einbruch mit Schusswaffe nicht automatisch mit mindestens 15 Jahren Knast bestraft, so dass es noch Schlafzimmerräuber gibt. Und so lange es die gibt, ist es total legitim, eine Schusswaffe zu besitzen und schussbereit aufzubewahren und auch zu tragen (und mit der entsprechenden Qualifikation auch ohne 'Bedürfnis' auch ausserhalb der eigenen Wohnung).

Dem Mann ist eine Medaille zu verleihen, schon nur, weil die Affäre inzwischen gewisse Publizität - auch beim Gesocks - erlangt hat.