Griechenland muss wissen, was es das nächste Wochenende wählt

Da nächstens Wochenende in Griechenland wieder mal Wahlen sind, will die EU es offenbar fertigbringen, dass man anstatt Syriza (ein Konglomerat von links-extremen Parteien) eine Syriza-Lightvariante wie z.B. Pasok wählt:

Einem Bericht zufolge bereitet sich die Euro-Zone bereits auf Verhandlungen mit Griechenland über eine mögliche Lockerung des Sparprogramms vor.

Damit man noch mehr nutzlose Staatsangestellte in Lohn und Brot halten kann? Vermutlich. Das Wahlprogramm der Syriza will das auf jeden Fall, und natürlich jenste andere Wohltaten. Und so wie die EU vermutet, kriegen die Griechen schon das relativ einfache Sparprogramm nicht hin:

In Kreisen der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) gehe man davon aus, dass das Land Verpflichtungen bereits wieder verletzt hat. Seit der Umschuldung und der Billigung des zweiten Griechenland-Pakets im März sei die Umsetzung kaum vorangekommen.

Wenn dem so ist, braucht Griechenland kein Geld mehr. Aber mit Syriza ist sicher, dass Griechenland die Drachme wieder einführen muss, denn anders mit als mit Drachmen, die 10 Sekunden nach der Einführung vermutlich etwa 10 Euro-Cent pro Drachme wert sind, wenn man für den Einkauf um die Ecke nachher nicht gleich einen Lastwagen voller Banknoten ordern muss, den man wegen Unbezahlbarkeit des Treibstoffes dann selber schieben darf. Mit den anderen Parteien besteht eine kleine Chance, voausgesetzt man erfüllt die Bedingungen der Troika bis ins letzte Detail, in der Eurozone zu bleiben, wenn sie nicht wegen Griechenland-exogenen Faktoren trotzdem zusammenbricht.

Dieses Weekend geht es für die Hellenen um Sein oder Nichtsein. Was aber auf jeden Fall nicht passieren darf, ist dass man die Bailout-Konditionen, nachdem Geld geflossen ist, nachverhandelt. Ansonsten könnte bald Deutschland sich für einen Euro-Exit - auch wenn er sehr teuer würde - entscheiden. Dann muss die EU selber sehen, wo sie bleibt.