Kuscheljustiz, reloaded

So, die Kuscheljutsiz hat mit 'Freigang' und 'offenem Strafvollzug' ihren nächsten Skandal:

Aus dem Schweizer Straf- und Massnahmenvollzug sind im letzten Jahr 2625 Insassen entwichen. 500 Entlaufene kehren nicht zurück.

Nanu, 500 Straftäter, erholt vom lockeren Strafvollzug und damit voll im Saft, um weitere Straftaten zu begehen. Sogar Politiker sehen das inzwischen so:

«Es braucht viel, bis man in der Schweiz überhaupt in eine Strafanstalt kommt, das gilt auch für offene Anstalten», sagt Erwin Böhi, St. Galler SVP-Kantonsrat und ehemaliger Richter: «Diese Leute haben ein Potential zur Gefährlichkeit.»

Kurzum, solange Leute gefährlich sind, müsste man sie im Bau behalten.

Wichtig ist die Verwendung des Konjunktivs 'müsste'. In der Schweiz sind solche Leute, die genug delinquiert haben, um es - so unglaublich es tönt - in eine 'Straf'-Anstalt zu kommen (wobei, wenn das wirklich Strafe wäre, würde sie auch abschreckend sein und damit die Kriminalitätsrate senken), meistens nicht wegen Steuerhinterziehung dort, sondern weil sie meist Sexual- oder Gewaltdelikte verübt haben.

Mit anderen Worten - das System der 'offenen' Anstalten ist durch ein System der 'Strafanstalten' zu ersetzen, die per Definition geschlossen und ohne jedwelchen Luxus wie Playstations etc ausgestattet sind. Und wer einmal türmt, kriegt 5 Jahre Einzelhaft zusätzlich aufgebrummt, dieses Mal ohne Freigang.

Auf solche Ideen kommt aber die Prawda an der Limmat nicht, genausowenig wie sie nach den Köpfen der Politiker verlangt, die uns den gutmenschlich inspirierten Schwachsinn eingebrockt haben, wohlwissend, dass dann viele Tagi-Abonnenten auf der Stelle arbeitslos würden, würde man mal etwas klassischere Strafvollzugsmethoden als 'Therapien' und 'Integration' implementieren.

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