Wofür man biometrische Pässe braucht, dürfte jetzt klar sein

...und Frau Fiala liefert dazu gleich die Steilvorlage, nächste Woche den biometrischen Pass an der Urne abzulehnen:

«Kommt es zu einer Entführung wie in jenem Fall von Lucie, und gäbe es auch nur geringste Chancen, den Täter dank der Datenbank zu identifizieren, wird das Verwendungsverbot für die Fahnder sowieso sofort zur Debatte stehen.»

Ich habe eine viel einfachere Idee - wenn man den Täter, der eine kleine 'Lucie' entführt hat, erwischt, stopft man ihn den Rest seines Lebens in eine Zelle ohne irgendein Komfortfeature, ohne Möglichkeit auf Entlassung. Oder man überlässt den Verbrecher einen Tag den Eltern des Entführungsopfers. Fialas Idee soll aber der 'Sicherheit' dienen:

«Wir leben in Zeiten, in denen wir uns in der Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit für die Sicherheit entscheiden müssen. Diese Entwicklung macht auch vor Freisinnigen nicht halt.»

Mit diesem Argument hat sich Frau Fiala in die Ecke der Scheinliberalen gestellt. Hätte sie eine Spur historische Bildung und wäre nicht im gleichen Parteiflügel wie Frau Markwalder-Bär, dann würde sie eher Benjamin Franklin zitieren:

People willing to trade their freedom for temporary security deserve neither and will lose both.

Heute will man die Daten von biometrischen Pässen für Entführungsfälle, morgen vielleicht schon für's Falschparken, oder man gerät ins Visier einer Fahndung von Kreditkartenbetrug, weil man seine Fingerabdrücke an einem Kreditkartenterminal hinterlassen hat. Und abgesehen davon ist dieser 'biometrische' Pass nur eine neue Beschäftigung für staatliche Stellen, samt dem Gebührenaufkommen, um dem Bürger das Geld über Umwege aus der Tasche zu ziehen - fälschungssicher dürfte das Ding nicht wirklich sein, zumindest für Profis im nachrichtendienstlichen Bereich. Und vermutlich bald auch für gut ausstaffierte Kriminelle.

Mit anderen Worten - Leute wie George Orwell hatten recht, und es geht um nichts anderes, als den Bürger, der meistens nichts verbrochen hat, zu beschnüffeln.

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Nana, dann ist die Dame ja ein ganz besonderes Vögelchen...

Die Dame kommt mir ungefähr gleich vor wie der Papst, der einen Harem führt.

Und damit nimmt man Bürger nicht nur 'ernst', sondern 'von hinten ran'. Na gut, dass ist man sich inzwischen von der FDP gewohnt. Wer wirklich liberal ist, muss heute fast SVP wählen, um nicht solchen Flaschen wie Fiala oder Markwalder-Bär zu einem Parlementssitz zu verhelfen.

Diese Aussagen von Frau

Diese Aussagen von Frau Fiala sind nicht nur scheinliberal (das sie das ist, war ja schon länger klar), sondern schlicht skandalös. Frau Fiala ist Mitglied des offiziellen Pro-Komitees "Ja zur Reisefreiheit", welches stets versichert hat, dass die Daten nicht für Fahndungszwecke genutzt würden.

Zitat auf der Homepage der Komitees "Ja zur Reisefreiheit":

Können die biometrischen Daten zur Überwachung der Bürgerinnen und Bürger genutzt werden?
Für eine Überwachung sind diese Daten nicht nur ungeeignet, sondern es wäre gesetzlich auch verboten, sie zu solchen Zwecken zu nutzen. Die Verwendung zu Fahndungszwecken ist ebenfalls verboten.

Das nennt man dann wohl "den Stimmbürger ernst nehmen"...