Alkoholverkaufsverbot ab 21 Uhr

Wie der Blick berichtet, will der Bund 'untersuchen', ob ein Verkaufsverbot für Alkohol im Detailhandel und Tankstellen etwas bringt. Als Zusatzmassnahme wird natürlich noch eine Erhöhung der Bier- und Weinsteuern 'untersucht'. Was 'untersuchen' so heissen mag, kann sich ja der geneigte Leser vorstellen.

Die Massnahme bringt aber nichts, sie verschiebt nur das Problem:

  • Alle Teenies kaufen den Billigkram vor 21 Uhr ein. Und zwar in ausreichenden Mengen, so dass sie auch bis am nächsten Morgen besoffen bleiben, frei nach dem Motto "Avoid hangovers, Stay Drunk".
  • Was bewirkt die Massnahme gegen Leute, die gezielt grosse Mengen des billigsten Lagerbiers zu Hause bunkern?
  • Was macht man gegen Wirte? Man kann sich ja auch in einer Kneipe ins Koma saufen.

Wenn man das Problem wirklich angehen möchte, müsste man sich vielleicht andere Massnahmen überlegen:

  • Die Läden, die heute nicht die Jugendschutzvorschriften einhalten, werden es auch mit dieser Massnahme nicht tun. Was am ehesten abschreckt, ist wenn pro Verkauf an einen Jugendlichen, der keinen Alkohol hättte erwerben dürfen, das Tausendfache des Verkaufspreises als Busse an den Staat geht. Das dürfte zumindest die Ausweiskontrollen fördern.
  • Teenies, die wegen zu hohen Alkoholkonums ins Spital eingeliefert werden, landen ohne Möglichkeit, sich noch einmal bei Papi und Mami auszuweinen, gleich mal drei Monate im Erziehungslager. Selbstredend ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.

Die vom BAG (steht "BAG" für "Bundesamt für Geldverschwendung"?) angedachten Massnahmen sind nur wieder eine Idee, die man vermutlich sich vorstellt, dass es sie in Singapur gibt.

Nur greift der Staat in Singapur bei Problem-Teenies weitaus härter durch. Nur wenn man das hierzulande macht, schreien alle Gutmenschen nach 'Menschenrecht'. Als ob es nicht ein Menschenrecht ist, mal Abends kurz noch eine Flasche Wein legal einkaufen zu können.

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