Die unheilige Allianz von Geld und Ökologie gegen den 'Klimawandel'

Wie man unschwer feststellen kann, wird es offenbar jeden Tag einige Tausendstelgrad wärmer, weil wir so noch die Unverfrorenheit haben, CO2 in die Atmosphäre pusten. Es ist offenbar auch so, dass der Westen dafür den Grossteil der Schuld tragen muss, und wir deswegen etwas machen müssen. Dazu wird forciert durch 'Umweltabgaben' und künstliche 'Resourcenverknappung' der Bürger 'sanft' dazu aufgefordert, sein Verhalten durch den Kauf folgender Produkte zu ändern:

  • Energiesparbirnen
  • Hybridfahrzeuge, Wasserstofffahrzeuge, oder noch besser gleich gar kein eigenes motorgetriebenes Fahrzeug
  • Kauf von CO2-Zertifikaten
  • Kauf von 'Saisongemüse'
  • Beschaffung einer Holzschnitzelheizung oder Solaranlagen
  • usw

Neben mir haben schon andere Leute festgestellt, dass grosse Teile des aktuellen Klimabooms den Charakter einer Ersatzreligion haben und viele der vorgeschlagegenen Massnahmen an den Ablasshandel erinnern, wie das Beispiel von Al Gore exemplarisch zeigt.

Doch wie früher an der Religion verdienen auch heute Leute wieder an der neuen Religion, und können sie keine neuen Kathedralen bauen (huch, wieviel CO2 fabriziert eine energetisch ineffiziente Kathedrale? Man müsste sie doch alle abreissen!), dann werden halt virtuelle Ablassbriefe verkauft, in der Form des Versprechens, dass etwas gegen die 'Klimaerwärmung' gemacht wird und eine Kathedrale gegen den neuen Teufel gebaut wird. Im Moment ist der Kauf dieser Ablassbriefe für das Individuum noch nicht verpflichtend, was aber nicht mehr allzulange der Fall sein könnte, wenn man sich das Geschäftsmodell der 'South Pole Carbon Asset Management AG' und ihre Auswirkungen anschaut.

Und darum geht es im Endeffekt - Rent-Seeking. Eine neue Klasse 'Unternehmer' hat den wunden Punkt vieler ökologischer Träumer entdeckt, diesen gezielt angeritzt, und das mit Presselobbyimus vermischt zu Gesetzen und 'Absichtserklärungen' gedeihen lassen, die langsam in ihrer Blüte stehen. Alleine das Anwesen von Al Gore sollte beweisen, dass sich damit Geld verdienen lässt.

Lieferanten von Holzschnitzeln können sich kaum vor Aufträgen retten, ebensowenig wie Hersteller von Sonnenkollektoren, und auch die Autohersteller verkaufen, durch Massenmedien gepusht, immer mehr Hybridfahrzeuge, die eine eher bedenkliche Ökobilanz aufweisen, und Energiesparlampen gehen noch schneller weg als warme Semmeln (wobei hier das Argument ökonomischer Natur ist).

Wie bei den 'Sofaimporteuren' hierzulande geht es bei der ganzen Klimadebatte nicht um den CO2-Ausstoss, sondern darum, die Politik für ihre eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Die Zusammenarbeit mit Linksgrün ist nur eine Symbiose, die beiden Seiten dient - die eine Seite zieht den Leuten mit 'Ablassbriefen' und 'ökologischen Investments' das Geld aus der Tasche, während die andere, auf den Klimawandel-Zug aufspringend, neue Steuern und Abgaben verabschiedet, die sie dann an ihre Klientel verteilen kann, die dieses Geld dann entweder in 'ökologisch korrekte' Sachen (SBB-Tickets, Klimazertifikate, 'gerechte Agrarprodukte' usw.) investiert, oder gleich damit 'Klimazertifikate' kauft, die dann wieder 'Entwicklungshelfer' in den Ländern der dritten Welt finanzieren. Mit anderen Worten - für die grosse Masse ist es eine weitere Methode nach Steuern und Sozialabgaben, sein Geld loszuwerden, und dabei meist zu meinen, noch etwas Gutes zu tun, während eine verhältnismässig kleine Klasse davon profitiert, dass die meisten Leute nicht durch den Vorhang aus CO2 hindurchsehen.

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Es ist doch recht simpel

Das Problem ist, dass man schon langer 'sanft' aufgefordert wird, eben diese okologischen Produkte & Dienstleistungen zu kaufen - die 'sanfte' Aufforderung ist es, dass die Sachen uber bereits bezahlte Steuern subventioniert werden.

Und je langer, desto mehr, wird es unmoglich sein, okologische 'inkorrekte' Produkte zu kaufen, oder nur zu einem Preis, der weit uber dem naturlichen Equilibriums (sprich der Intersektion der Angebots- und Nachfragefunktion), das vor der Einfuhrung von Umweltabgaben bestand. Und dann ist es nicht mehr eine Konsumentenentscheidung, sondern eine Steuer.

Ein klassisches Beispiel sind die Parkgebuhren und Treibstoffsteuern, das schonste Beispiel ist gleich in meinem Kaff (130'000 Einwohner) zu beobachten:

  1. Man will keine Autos in der Stadt haben. Das betrifft auch Aussenquartiere.
  2. Man besitzt Grund und Boden in der Stadt
  3. Man baut Parkhauser und verpachtet diese an Private, naturlich mit einer im Pachtvertrag vorgeschriebenen Mindestparkgebuhr pro Stunde
  4. Im Nachhinein verknappt man kunstlich uber bauliche Massnahmen das Parkplatzangebot und zwingt die Autofahrer, in die Parkhauser zu fahren

Dazu kommt, dass uber Abgaben auf Treibstoff auf massivste Weise die offentlichen Verkehrsmittel subventioniert werden und so die Preise kunstlich (scheinbar) tief gehalten werden konnen. Dadurch wird der Stadtbesuch mit dem Auto so teuer, dass man den Automobilisten zwingt, entweder zu zahlen, oder er resigniert gleich und nimmt Bahn und Bus, und finanziert so die Interessengruppen. In beiden Fallen ist es eine versteckte Steuer, und der Konsument zahlt bei okologisch inkorrektem Verhalten mehr als bei okologisch korrektem, aber er zahlt in jedem Fall mehr, als wenn es diese Ideologie nie gegeben hatte. Der Faktor fur die Parkgebuhren ist etwa 5, d.h. was fruher kaufkraftbereinigt 5 Euro fur einen Einkaufsnachmittag mit Kind & Kegel gekostet hatte, kostet heute kaufkraftbereinigt 25 Euro.

Ansonsten, zu einer deskriptiven Beschreibung, wie dieser Themenkreis auf den kommunen Burger einwirkt, empfehle ich immer noch, bei diesem Movie ab Minute 1:45 reinzuschauen

Der kleine Unterschied

"fur die grosse Masse ist es eine weitere Methode nach Steuern und Sozialabgaben, sein Geld loszuwerden, und dabei meist zu meinen, noch etwas Gutes zu tun"
Zwischen Steuern und "okologisch korrekten" Produkten besteht ein kleiner, aber entscheidender, Unterschied: Steuern und Abgaben sind ein Zwangssystem, die Produkte kann ich liegen lassen, wenn sie mir als Konsumenten keinen Nutzen bringen (bzw. Anbieter, die mich allzusehr mit ihrem Oko-Marketing verscheissern, uberhaupt meiden).