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Wieso ein fixer Eurokurs ausser einer Hyperinflation nichts bringen wird

Im Moment ist es ja so, dass die eigentlich einzige stabile Währung - Gold - sogar gegenüber dem Schweizerfranken stark zulegt, wenn man sich die letzte Woche ansieht:

Plot of XAUCHFKG (price per kg of gold in CHF)

Das impliziert, dass der Schweizer Franken von der SNB um ziemlich genau um 11% entwertet wurde. Und das ist nur der Anfang - die SNB hat ja verschiedentlich damit gedroht, den Franken an den Euro anzubinden, wobei das meines Erachtens genau Null Effekt haben dürfte, da beim nächsten Börsentaucher jeder wieder in den Franken flüchtet und die SNB de fakto damit die Käufer von Schweizerfranken subventioniert (anstatt den Markt das Problem lösen zu lassen über einen extrem hohen Frankenkurs, der Eurokäufer ohne Zutun der SNB vertreibt) und so das Problem nur noch verschlimmert - entweder sofort, oder später via eine galoppierende Inflation.

Wie es weitergehen wird, weiss im Moment niemand, da Deutschland (und die Niederlande) sicher keine Eurobonds wollen, und es auch kaum möglich sein dürfte, den Mitgliedsstaaten ein Staatsbudget zu diktieren. Jedoch könnte es eben doch dazukommen, dass es Eurobonds gibt, wo die jeder EU-Bürger 'solidarisch' für die Schulden aller EU-Läner haftet, zumindest Straubhaar glaubt daran:

Klar für Eurobonds spricht sich auch Thomas Straubhaar, Direktor des hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), aus. «Von den noch verbleibenden schlechten Lösungen ist der Eurobond die beste – und jene mit der grössten politischen Unterstützung», sagt der Schweizer Professor im Gespräch mit 20 Minuten Online.

Ich denke eher, dass der Euro unter diesen Umständen eher früher oder später den Abgang machen wird da sich die reichen Länder die Rettung aller anderen 'armen Schlucker' aus dem Euroraum nicht leisten können und nicht leisten wollen - es sind in einigen Ländern bald Wahlen, und sollte eine der betroffenen Regierungen auch nur daran denken, Eurobods einführen zu wollen, ist sie politisch erledigt, und dann wird es hoffentlich noch viel höhere Anteile von nationalkonservativen Parteien wie den finnischen Basisdemokraten geben.

Und uns würde eine Anbindung gegen einen fallenden Euro ausser einer galoppierenden importierten Inflation und der Tatsache, dass wir schutzlos den Flausen der EZB, die mittels 'quantitative easing' Obligationen von PIIGS-Staaten aufkauft (und so die Geldmenge ausweitet), nichts bringen, und wir subventionieren nur Euro-Käufer, die unbedingt aus ihrer Wackelwährung aussteigen wollen.

Und gegen fundamentale Trends einer Wirtschaftszone kann unsere SNB genausowenig machen wie man mit einem Schnapsglas einen Tsunami machen kann - es wäre eher angebracht, dass sich die Schweiz mit den neuen Wechselkursen anzufreunden lernt, so schwierig das sein wird. Wir haben in den Siebzigern ja auch einen Dollarsturz von 4.30 auf weniger als 2 Franken erlebt und überlebt.

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