Das ist zum Külbeln

Irgendjemand versucht, eine Blogger-Supermacht in die Knie zu zwingen. Was nicht gutgehen soll, kann nicht gutgehen - alleine die Statements sind eigentlich schon zum Kü(l)beln:

„Was ich nicht zustande bringe, gelingt Ihnen tadellos: Das Messer klammheimlich von hinten in den Rücken und mit der Eleganz jener feigen meuchelmordende Ratte, die Mensch verachtet“

Nana, das mit der Dolchstosslegende hatten wir schon...war das nicht 1918? Aber im gleichen Stil gehts weiter:

„Ich gestehe, Sie genießen einen prächtigen Vorteil, denn wie mutig und gut läßt es sich diffamieren, wenn man selbst, der Hetzer, anonym bleiben kann!!“ Woraus allemal folge: „Moralisch stark sind Sie wohl nicht; eher einer dieser zuarbeitenden Diederich Heßlinge, denen im Kampf mit offenem Visier die Knie schlottern, die sich einnässen, wenn es ernst wird.“

Und wenn man nicht weiterweiss, greift wie so immer Godwins Law und schlägt mit der Präzision einer Smart Bomb ein. Nur hat das der 'Frequent Contributor' zu so hochgeachteten Sites wie Muslimmarkt.de oder Indymedia nicht unbedingt eine Immunität gegen Verschwörungstheorien intus:

„Gern möchte ich auch darauf aufmerksam machen, dass demnächst in Frankreich ein Gemeinschaftsbuch erscheinen wird, in dem ich über die mehrjährigen Vorbereitungen des jüngsten Überfalls des Staates Israel auf den Libanon schreibe, was selbstverständlich auch Ihr Problem Hisbollah tangiert."

Natürlich mussten der kleine und der grosse Satan von langer Hand her den Angriff planen. Die Mohammed-Karikaturen sollen dann die Hisbollah dazu getrieben haben, Katjuschas und anderes Zeug auf Israel abzufeuern. Und wenn's dann mit Argumenten nicht mehr klappt, dann geht es immer mit 'Meiner ist länger als Deiner':

„Sehr geehrter Herr Broder, seien Sie doch endlich ach so gut, meine Erwiderung in Ihr Tagebuch zu stellen; oder klappt’s dann mit der Gliedsteife nicht mehr, dem Exhibitionieren, ihren geschriebenen Fantasien? Ich bitte darum; denn alles andere ist unseriös. Das sollten Sie nicht nötig haben.“

Vielleicht haben einige Jahre DDR beim Herren Külbel einige Hirnzellen weichgekocht. Marx war schon immer Murks, wie wir wissen, und das hat den den Herren Külbel dazu veranlasst, mit Papi dem Anwalt zu drohen:

Wegen der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage sehe ich Ihrer schriftlichen (Email-) Erklärung bis morgen, Freitag, 15.9.2006, 14 Uhr entgegen. Wir versuchen es vorerst auf diesem Wege. Ansonsten erhalten Sie ein Schreiben von meinem Anwalt.

Aber es ist purer Genuss, dem Herren Külbel beim Seppuku zuzuschauen, wärend Liza als sein Kaishakunin (Sekundant) fungiert. Ein Jumonji-giri wäre allerdings sicher noch viel amüsanter für die Zuschauer. Was das ist, müsste der Chefpromotor von Karate in der ehemaligen DDR gut wissen.

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